[ Reise ] Reisebericht Barcelona – Spanien 2013

Moin moin,

in der Zeit vom 02.04. – 09.04.2013 reiste ich zum ersten mal nach Barcelona.
Eine bis dahin für mich unbekannte Stadt.

Im Vorfeld habe ich mich natürlich über Barcelona informiert und habe von Freunden nur positives über diese Stadt gehört.

Nun war es also auch mal an der Zeit das ich dieser Stadt selber einen Besuch abstatten würde.

Die Flugtickets wurden knapp 1 1/2 Monate vorher über Ryanair.com gebucht und schlugen mit gerade mal 20€ p.P zu buche.

Dies war auch bisher mein günstigster Flug. Wann fliegt man schon mal für 20€ hin und zurück?

 

Dasselbe habe ich mich auch gefragt und von daher stand es fest dass ich definitiv nach Barcelona fliege.

 

Die Reise selber würde ich nicht alleine antreten und hatte meinen Schwager gefragt ob er mich begleiten würde.

Diese Frage wurde selbstverständlich mit einen „ja“ beantwortet und so freuten wir uns auf eine Woche Barcelona.

Des Weiteren trafen wir uns noch in Barcelona mit einen weiteren bekannten von mir, der vom 02.04 – 06.04.2013 in dieser Stadt sein würde.

Der Hinflug von Bremen aus startete pünktlich um 06:15 und während des Fluges gab es wie gewohnt nur die übliche Werbung. Ansonsten verlief der Flug ruhig und angenehm.

Da wir nicht direkt in Barcelona landeten sondern im ca. 100km entfernten Reus mussten wir nun vom Flughafen mit dem Bus ( Linie 50 ) zum Bahnhof.

Am Bahnhof angekommen besorgten wir uns nun das Zugticket nach Barcelona für 8.90€ und schlugen uns noch ca. 1 Stunde in Reus herum.

Die Zugfahrt nach Barcelona verlief ebenfalls reibungslos und das schöne ist, das die Zugstrecke direkt an der Mittelmeerküste entlang verläuft.

Weitere 1 1/2 Stunden später erreichten wir dann unseren Zielbahnhof in Barcelona.

Von hier aus waren es dann nur noch ca. 800m zu unserer Unterkunft die wir über AirBnB gebucht haben.

Ich war gespannt was uns erwarten würde, da ich noch nie über AirBnB gebucht habe.

Kurze Zeit später waren wir dann auch an unserer Unterkunft und wurden dann von unserem Host freundlich begrüßt.

Unser Flat war leider aber nicht ganz so wie wir es uns erhofft hatten. Sicherlich war es spanischer Standart aber wir fanden es ziemlich dreckig. Sei es die Haare auf dem WC in der Dusche oder im Waschbecken oder gar der Staub der einige Zentimeter auf den Möbeln lag.

Ich empfand es als nicht schlimm aber auch nicht gerade als schön. Okay viel konnte man nicht erwarten da uns das Zimmer auch nur ~13€ die Nacht gekostet hat aber auf Sauberkeit kann man schon ein wenig achten.

 

Nach einer kurzen Zeit entschlossen wir uns erst mal neue Bettwäsche zu kaufen da das Bett auch nicht gerade den saubersten Eindruck machte.

Gar nicht so leicht in einer fremden Stadt einen Bettenladen oder der gleichen zu finden.

Schließlich fanden wir dann in einer kleinen Seitenstraße einen Chinaverkäufer der all möglichen Ramsch verkauft. Und unter anderem auch Bettwäsche.
Das Motiv war zwar für Kinder aber das störte uns nicht. Hauptsache sauber.

 

Nachdem wir nun unser Bett hergerichtet hatten sind wir alle man zusammen noch etwas essen gegangen.

Hierfür suchten wir uns ein vietnamesisches Restaurant aus das in unmittelbarer Entfernung von unserem Flat entfernt lag.

Nach dieser kleinen Stärkung machten wir uns dann auf Richtung Hafen da hier unserer Geocaching Event stattfinden würde.

Ziemlich Zeitig kamen wir dann auch an den gewünschten Koordinaten an und wir konnten schon von weitem Erkennen das wir nicht die ersten sein würde.

Eine kleine Gruppe befand sich schon am gewünschten Treffpunkt und unterhielt sich wartend auf uns.

Nach einiger Zeit kamen immer mehr und mehr Geocacher am gewünschten Treffpunkt an und es wurde eine große Gruppe.
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Schöne Gespräche ergaben sich und es wurden die ein oder anderen TB´s herum gereicht. Aber dazu weiteres findet ihr am Ende des Artikels.

Nach dem Event gingen wir dann zusammen auf die bekannte La Rambla um dort ein  Tappa Restaurant zu besuchen.

Welch Köstlichkeiten uns hier serviert worden sind. Selbst das war für mich Premiere da ich vorher auch noch nie Tappas gegessen hatte.
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Nach gefühlten zwei Stunden verließen wir dann das Restaurant und jeder machte sich auf den Weg nach Hause.

Am nächsten Morgen genossen mein Schwager und ich erst mal das schöne warme Wetter, was uns schon richtig fremd vor kam und kaufen uns ein wenige Obst und machten es uns auf einer kleinen Parkbank bequem und starteten so unseren ersten Tag in Barcelona.

Danach hieß es dann erst mal die Stadt erkunden. Wir entschieden uns hier erst mal für die Hotspots bzw. für eine bekannte Straße auf der sich bekannte Gebäude von Gaudi befinden.
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Wir schlenderten über die Passeig de Gracia mit unseren Kameras entlang und machten Fotos, besuchten Läden und genossen es einfach die Stadt auf uns wirken zu lassen.

Langsam wurde es dunkel und wir machten uns wieder auf den Rückweg und schossen hierbei weitere Fotos von den schön beleuchteten Gebäuden.
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Unterwegs viel uns dann auf das der Torre Agbar beleuchtet ist und wir machen noch einen Abstecher zu diesem Gebäude.
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Am nächsten Tag verlief unser Tag ähnlich dem vorigen. Wir liefen mit unseren Kameras einfach durch die Stadt und suchten uns immer wieder historische Gebäude die wir einen besuch abstatteten und fotografierten.

Hier hat Barcelona wirklich enorm viel zu bieten. Ein wahres Mekka für Fotografen. In den unzähligen Gassen finden sich immer wieder Motive die man fotografieren kann.
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Und Nachts erstrahlt alles wieder im neuen Licht und alles geht wieder von vorne los.
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Wieder ein Tag vorbei und der nächste startet damit dass wir uns auf dem Weg Richtung Fussballstadium vom FC Barcelona machten um dort unseren Tag zu verbringen.

Um das Stadium von innen zu besichtigen müsste man aber allerdings 23€ bezahlen was wir beide dann aber als zu teuer empfanden und somit verbrachten wir den Tag in der nähe des Stadium und trödelten hier durch die Straßen.

Dies war nun auch der letzte Abend von meinem Freund und wir verabredeten uns für den Abend um zusammen noch etwas zu essen.

Besucht haben wir ein kleines Restaurant, was mich eher an eine Kantine erinnerte, welches abends Buffet anbot.

Dies war natürlich genau das richtige und wir freuten uns auf das Abendessen.

Angekommen im Restaurant suchten wir uns einen Platz und machten uns übers Buffet her.

Nach einer Weile betraten dann zwei unseriöse Männer das Lokal und setzten sich dich neben uns an den Tisch.
Uns dreien fielen diese Herrschaften sofort auf aber bekamen keine weitere Beachtung von uns.
Dann gingen wir wieder alle Man los zu Buffet aber mir ließen die Herrschaften dann doch keine Ruhe und ich bat meinen Schwager zu warten und die Männer zu beobachten.

Nachdem ich meinen Teller befüllt hatte, löste ich ihn quasi ab und setzte mich an unseren Tisch.

Ich fing gerade an zu essen als einer der Herrschaften aufstand, um unseren Tisch herum lief und mir dann auf der linken Seite etwas im Schaufenster zeigt.
Ich entgegnete ihn, dass ich ihn leider nicht verstehe und schaute wieder auf meinen Teller.

In diesem Moment viel mir aus den Augenwinkel auf, das der andere Mann ebenfalls stand und einen sehr nervösen Eindruck machte.

Ich wusste sofort dass hier etwas nicht stimmte. Ich stand auf und der Mann ging zügig Richtung Ausgang. Ich rief ihn hinterher, obwohl der andere Herr mich weiter versuchte Abzulenken. Keine Reaktionen.
Dann rief ich recht laut den Namen von meinen Schwager und mehrere Besucher des Lokals schauten in meine Richtung und der Männer.

In diesen Moment gab dann der Herr an der Tür eine unserer Spiegelreflexkameras heraus und reichte sie mir wieder.

Das war vielleicht knapp. Immer wieder hörten wir das Barcelona schon kriminell sein soll und wir passten schon immer auf. Dieser kleine Augeblick zeigte aber mal wieder wie „sau“ schnell diese Misthunde einfach sind.

Nach dem wir uns beruhigten aßen wir weiter und genossen die letzte gemeinsame Zeit.

Der nächste Tag wurde vom Wetter her mal mit einer der besten. Die Sonne durchbrach endlich mal die Wolkendecke und wir machten uns wieder auf zu den Hotspots der Stadt.
Dies mal stand die Sagrada Família auf dem Plan und der bekannte Park Güell.

Der Dom war wirklich beeindruckend und wunderschön. Auch hier machten wir unzählige Fotos bevor wir weiter zum Park liefen.
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Auf dem Weg zum Park brachten wir noch unsere Jacken nach Haus und liefen weiter.

Knappe 30min später standen wir dann vor dem Park und waren auch hier verblüfft mit welcher Liebe und Schönheit der Park ausgestattet und verziert ist.
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Nach einem kleinen überraschenden Regenschauer machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Flat um unsere Jacken zu holen und um noch mal abends entlang der Passeig de Gracia zu laufen.

Und auch hier wieder erstrahlte die Stadt in ein völlig neuem Licht. Wirklich schön.

Schließlich endete auch dieser Tag und der nächste morgen ließ nicht lange auf sich warten.

Das Wetter war immer noch schön sonnig und wir machten uns auf zum Montjuïc.

Was für ein atemberaubender Platz.
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Erst das Museum ( Museu Nacional d’Art de Catalunya) am Fuße des Montjuïc und später die Aussicht von weiter oben.
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Nicht zu vergessen ist natürlich das Olympiagelände das sich auf dem Montjuïc befindet.
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Auch hier wurden wieder etliche Fotos geschossen und auch dem frei zugänglichen Estadi Olímpic Lluís Companys wurde ein besuch abgestattet.

Nachdem wir hier oben alles erkundet haben, fuhren wir wieder mit der Metro zurück ins Zentrum bzw. an die Küste von Barcelona um den restlichen Tag einfach nur am Strand zu verbringen.

Wir genossen das rauschen des Mittelmeers und die Sonne die uns fröhlich ins Gesicht schien.
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Des Weiteren beobachteten wir Surfer die immer wieder versuchten auf den kleinen Wellen zu reiten.

Am späteren Nachmittag als es dann kühler wurde verließen wir den Strand und wollten zurück zu unserem Flat.
Auf dem Weg dorthin erblicken wir dann aber ein sehr hohes Gebäude welches wir uns vom näherem anschauen wollten.

Es handelte sich um das Habitat Sky oder dem ( ME Barcelona ).
Wir fuhren mit dem Aufzug in die 30te Etage und machten von hier oben Fotos und genossen die Aussicht über Barcelona.
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Leider geht jede Zeit zu Ende und unser letzter Tag stand uns bevor.
Das Wetter spielte immer noch mit und wir entschlossen uns einfach den Tag im Park zu verbringen und das Wetter zu genießen.

Wir liefen zum Parc de la Ciutadella und setzten uns einfach ins Gras und lauschten der Natur und den Menschen die hier ans uns vorbeizogen.
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Nach ein paar Stunden schlenderten wir noch ein wenig durch den Park und machten uns auf dem Weg zum Flat da wir uns abends verabredet haben um ein lokal aufzusuchen das von den Einheimischen sehr beliebt sein soll.

Auf dem Weg zum Can Paixano tauschten wir noch all mögliche Erlebnisse aus und unterhielten uns was wir alles in Barcelona erlebt und gesehen haben.

Das Lokal was sehr an eine alte Schlachterei erinnert, verkauft typisch spanischen Sekt.
Der günstige Preis von 0.75 Cent pro Glas hat sich über die Zeit in der Stadt herumgesprochen und auch an diesem Abend war das Lokal brechend voll.

Neben dem Sekt gibt es aber auch natürlich kleine traditionelle Gerichte die ebenfalls sehr köstlich sind.

Der Abend war ein super Abschied von Barcelona und wir machten uns spät in der Nacht auf zum Flat.

Nach ein paar wenig Stunden Schlaf  klingelte der Wecker schon wieder um 04:30Uhr damit wir rechtzeitig unseren Zug nach Reus bekommen würden.

Der Zug fuhr pünktlich in Barcelona los und ich entspannte und träumte ein wenig vor mir hin und schaute dabei aus dem Fenster. Kurz vor der ersten Haltestelle lief dann wieder eine auffällige Person an unsern Sitzplätzen vorbei und setzte sich ein paar Reihen hinter uns hin.
Dieser Mann bekam nu von mir keine weitere Beachtung und ich schaute wieder aus dem Fenster.
Dann hielt der Zug an und ich schaute einfach auf den Bahnsteig und beobachte die Menschen draußen.

Dann rief mein Schwager plötzlich laut:“ HEY “
Der Mann der von mir keine weitere Beachtung erhielt, hatte mein ganzen Koffer oben von der Ablage herunter genommen und wollte aus dem Zug.
Ein Glück hatte ihn mein Schwager im gegenüberliegenden Fenster, was sich in unserem Fester spiegelte beobachten können und erwischte ihn somit. Ich hatte wirklich Glück. Im Koffer war natürlich alles drin. Kamera und die Tickets.

Da die Ankunftszeit am Bahnhof und Abflug vom Flughafen schon sehr kurz war ( knappe 45min ) entschieden wir uns das wir eine Haltestelle vorher aussteigen und dann die letzten 6km mit dem Taxi fahren.

Ein fataler Fehler. Worst Case Szenario…

Kein Taxi vor dem Bahnhof. Eine Nummer von einer Taxizentrale ist nirgends zu sehen und unser Gate schließt in knapp 40 Minuten.

Was tun?

Ganz klar… gehen laufen joggen…

Was für eine Tour. Quer durch die Pampa, über irgendwelche Felder und vorbei an unseriösen Höfen mit dutzend Hunden auf dem Gelände.

Ab Punkt “ C “ siehe Karte ( Google Maps ) wurden wir dann freundlicherweise das letzte Stück von einer spanischen Frau im Auto mitgenommen.

Endlich am Gate angekommen sahen wir dass es schon geschlossen hatte.
Ein, zwei  Arbeitende waren gerade noch so zu erkennen und wurden von uns herbei gerufen.

Zum Glück ließen sie uns noch das Gate passieren und wir konnten dann in den Boarding Bereich und dort auf unser Flugzeug warten.

Was eine Tortur mit 10kg Gepäck auf den Schultern.

Aber Ende gut alles Gut ;)

Fazit:
super schöne Stadt
viele Einkaufsmöglichkeiten
viel Kultur und Geschichte
Top Stadt für Fotografen
leider aber auch ein wenig kriminell

Hier geht’s zur  [ Fotografie ] Fotoserie Barcelona 2013
Hier geht‘s zum [ Geocaching ] Geocaching in Barcelona

Greetz

 

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