[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 3

Moin moin,

Nachdem wir unseren nördlichsten Punkt auf den Lofoten verlassen haben setzten wir unsere Reise in den Süden fort und machten uns auf den Weg zum Kvalvika Beach.

Aufgrund das der Strand gute 320km entfernt liegt, schafften wir dieses Stück am heutigen Tage nicht mehr und schlugen irgendwo auf der Route unser Nachtquartier auf, welches in einem Tal lag.
In dieser Nacht konnten wir, dank des sternenklaren Himmel wieder wunderschöne Nordlichter beobachten.

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Nach dieser wunderschönen Nacht machten wir uns am Morgen auf um die restlichen Kilometer ab zu fahren.

Als wir am Parkplatz angekommen waren, überlegten wir noch etwas und planten die Route zum Strand.
Rainer wollte liebe die kurze Strecke laufen denn er wollte sein Knie nicht wieder überstrapazieren.
Ich hingegen wollte nicht nur hin und zurück laufen und entschied mich für die knapp 8km lange Route durch die Schlucht und würde am nächsten Tag die Route zurück gehen die Rainer auf seiner Tour wählte.

Gesagt getan, wir packten unsere Rucksäcke und machten einen Punkt aus an dem wir uns treffen würden.

Bei leicht bedeckten Himmel machte ich mich auf und marschierte los.
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Entlang der Straße führte mich mein Weg nach einer Weile auf den Trail zur Bucht.
Dieser war leicht zu erkennen, denn am Boden lagen die typischen Holzplanken wie man sie von einem Fernwanderweg kennt.
Nicht lange und vor mir klaffte die Schlucht immer weiter auf und die Berge zu meinen Seiten wuchsen immer höher und ich verlor mich in der Schönheit der Lofoten.
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Das Wetter hatte leider immer wieder umgeschlagen und ich wechselte zwischen Jacke und Pullover.

Und nach knapp einer Stunde dann erblickte ich in der Ferne den Strand und vergaß all die kleinen Strapazen der Wanderung hier her.
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Nur noch einer kleiner Abstieg hinunter zum Strand und ich hätte es geschafft doch leider war dieser Abstieg gar nicht so kurz wie ich ihn vermutet hatte und es dauert noch ein Weilchen bis ich endlich Sand unter meinen Schuhen hatte.
Ich freute mich wie ein kleines Kind.
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Dieser Strand, die raue wilde See und vor allem die atemberaubende Schönheit der Natur spiegelte sich in allem wieder was ich sah.
Ob es die Schaffe, die ich hier am wenigsten vermutet hatte, oder die Felsen in der Brandung war. Alles war so wunderschön.

Während ich über den Strand lief konnte ich am anderen Ende auch schon Rainer erspähen und lief zu ihn rüber.
Gemeinsam machten wir uns dann auf um noch einen Geocache zu heben, bevor wir unser Lager für die Nacht aufschlugen.

Da es hier am Strand doch recht windig war, suchten wir den Strand nach Treibgut ab und konnten uns durch eine große Platte einen kleinen Windschutz bauen.
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Das restliche bzw leider reichliche Treibgut nutzen wir um unser Lager herzurichten.
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Wir hatten eine Bank, eine Küchenzeile, Fußmatten für unser Zelt und sogar eine große schwarze Mülltonne die ihren Weg aus England hier her fand.
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Nachdem wir nun unser Lager errichtet hatten stand noch eine kleine Mutprobe auf dem Spiel.
Sicherlich könnt ihr euch schon denken um was es sich handelt.
Ganz genau, was macht man am Strand? – man geht baden.

Die Temperaturen von knapp 8°C luden zwar nicht wirklich dazu ein aber wenn wir schon mal hier sind können wir ja auch baden gehen.

Ja, es war kalt, sehr kalt…
Die Freude jedoch war umso größer.

Nach diesem kleinen Bad machten wir unser Abendessen und verschwanden in unseren warmen Schlafsäcken.
In der Nacht hatte der Wind deutlich an Geschwindigkeit zugenommen und ich fragte mich ob die Heringe halten würden.
Selbst die Zeltstangen hielten den Wind nicht stand und der Wind drückte das Zelt in all möglichen Richtungen.

Der nächste Morgen lud nicht dazu ein das Zelt zu verlassen. Der Wind hatte weiter zugenommen und würde von leichten bis mäßigen Schauern begleitet.
Aber all das hin und her drehen im Schlafsack und hoffen das dass Wetter besser wird nützt nicht, du musst raus in die nasse Kälte und zurück zum Auto.
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Nachdem wir unser Lager abgebaut hatten ging es durch den Regen den Strand entlang zu der kleinen Engstelle die wir überqueren mussten.
Bei dieser handelte es sich um eine Felsformation die mit Seilen gesichert ist um auf die andere Seite des Strandes zu kommen.
Durch den Regen und die Gischt verwandelte sich der Fels in eine sehr rutschige Oberfläche und wir hatten schwere Mühen ihn zu meistern.
Auf der Hälfte passierte mir es dann und ich rutschte weg.
Zum Glück hielt das Seil und ich konnte meinen Sturz mehr oder weniger mindern.

Auf der anderen Seite machten wir uns ohne Pause sofort an den Aufstieg um zum Auto zu gelangen.
Hier mussten wir knappe 200 Höhenmeter auf rutschigen Wegen uns Steinen begehen. Oben angelangt machten wir dann eine kleine Pause bevor es an den Abstieg ging der sich ebenfalls sehr rutschig gestaltete.

Endlich am Auto angelangt packten wir die Rucksäcke ein und waren froh nach Stunden wieder im trockenen zu sein.

Als wir uns etwas erholt hatten machten wir uns wieder auf zum nächsten Reiseziel.
Unser letzter Punkt auf den Lofoten.
Es ging nach Å.

Auf den Weg dort hin machten wir an einen kleinen Fischlokal halt und aßen den besten Fischburger auf den Lofoten.
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Gut gesättigt erreichten wir dann nach einer Weile Å mit seinen rund 100 Einwohnern.
Hier gibt es nicht viel zu sehen außer den zwei Museen und die 23 Gebäuden die knapp 150 Jahre alt sind.
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Platz zum Campen bietet zwar der Campingplatz aber ich sehnte mich nach einer heißen Dusche und suchte somit das Hostel von Å auf und quartierte mich dort für die Nacht ein.

Eigentlich wollte ich noch auf den Reinebriggen jedoch ließ das Wetter es am diesen Tag nicht zu.
Nach einer warmen bzw. heißen Dusche kochten Rainer und ich in der Küche unser Abendessen, planten die morgige Überfahrt nach Bodø.

Nachdem klar war das wir am Abend die Fähre nehmen werden, hoffte ich auf besseres Wetter um doch noch den Reinebriggen  zu besteigen.

Bevor es nun ins Bett ging, machten Rainer und ich noch Å unsicher und hoben noch den ein oder anderen Geocache.

Nach einer sehr erholsamen Nacht im Bett, das erste Bett in dem ich bisher überhaupt geschlafen habe auf dieser Tour, fiel mein Blick hinaus durchs Fenster auf Å um nach dem Wetter zu schauen – und siehe da, das Wetter hatte sich etwas gebessert.

Schnell wurde gefrühstückt, die Sachen gepackt und zum Fusse des Reinebriggen gefahren. Während Rainer sich die Zeit in Reine um die Ohren schlug, machte ich mich auf um den Reinebriggen endlich zu besteigen.
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Das Wetter war zwar nicht ideal aber es war dezent trocken.
Worauf ich mich eingelassen habe wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht und merkte bei der hälfte der knapp 400 Höhenmeter wie steil der Aufstieg mit seinen knapp 70% überhaupt ist.
Ans Umdrehen wurde gedacht aber kam für mich überhaupt nicht in Frage. Also ging es weiter hinauf.
Teilweise loses Geröll löste sich unter meinen Füßen und die wildesten Gedanken schossen durch meinen Kopf.
Was soll man aber machen, wenn man schon so weit gekommen ist.

Und dann war es soweit. Ich konnte den Sattel des Reinebriggen erkennen und spurtete die letzten Meter hinauf.
Ein Ausblick der Unvergesslich bleibt.
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Wahnsinn, die pure Schönheit selbst bei mistigen Wetter.
Der Ausblick den man von hier oben hat wäre sicherlich endlos wenn die Wolken nicht wären.
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Ich trug mich ins Gipfelbuch ein und machte ein paar Aufnahmen mit meiner Kamera.
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Der Wind stieß immer wieder Böhen über den Gebirgskamm und es war ein einmaliges Erlebnis.
Ich genoss noch eine Weile den Ausblick und machte mich dann wieder hinab zum Fusse des Berges.
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Gerne wäre ich noch länger hier oben geblieben aber das Wetter ist einfach zu Sprunghaft und es zog schone eine deutlich sichtbar dunkle Wolke auf die ich lieber nur von unten sehen wollte und machte mich somit an dem Abstieg.

Unten angekommen wartete Rainer schon am Auto auf mich und wir erzählten uns unsere Erlebnisse die wir am heutigen Tage sammeln durften.

Dann fuhren wir rüber zum Fähranleger und warteten die letzten Stunden auf unsere Fähre.

Am Abend kam unsere Fähre rechtzeitig und wir fuhren hinüber nach Bodø.
Als norddeutscher ist man ja eine raue und wilde See gewöhnt aber hier oben ist es dann doch nochmal ein ganzer anderer Schlag.
Man schaute aus dem Bullauge und sah den Nachthimmel dann wieder den „Meeresgrund“ und wieder den Nachthimmel.
Viele der Mitreisenden waren damit scheinbar so überfordert, das die Plätze auf den Toiletten sehr knapp wurden und jeder zweite sich mit einer kleinen Tüte sich auf den Boden setzte bzw. legte.

Ich selber musste mich auch schon recht zusammen reißen um nicht auf noch mit einer Tüte auf den Boden zu sitzen, also holte ich mir einfach ein Glas Wasser und legte mich auf die Sitze und schloss die Augen.

Weiter Fotos findet ihr hier:

[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 1
[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 2
[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 4
[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Trailer

Fortsetzung folgt…

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