[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 4

Moin moin,

nachdem ich wieder vom Reinebriggen abgestiegen bin und ich mich am Fuß des Berges wieder mit Rainer am Auto traf, erzählten wir uns von unseren Erlebnissen und machten uns auf dem Weg zum Fähranleger.
Auf den Weg dort hin unterhielt ich mich noch kurz mit einen Postboten, ob ich ihn eine meiner ganzen Postkarten mitgeben könne, da ich nicht weiß ob sie ausreichend frankiert ist.
Er bestätigte mir freundlich, das sie es wäre und bot mir an, sie für mich bis zum nächsten Briefkasten mitzunehmen.

Unsere Fähre nach Bodø sollte erst  in ein paar Stunden ablegen uns so nutzen wir noch die Zeit um uns eine Kleinigkeit zu Essen zuzubereiten.
Am Fähranleger trafen wir viele „alte“ Gesichter wieder die wir auf unserer Reise getroffen haben.
Besonders in Erinnerung ist mir eine Frau aus Großbritannien geblieben die um die 50 oder 60 Jahre alt war.
Sie reiste nur mit dem Fahrrad durch Skandinavien und war schon von dem rauen Wetter gezeichnet.
Es wäre mit einer ihren schönsten Reisen erzählte sie uns, als wir gemeinsam am Auto einen Kaffee tranken.

Zum Abend kam dann unsere Fähre und wir machten uns auf um die wunderschönen Lofoten zu verlassen. Ein paar Stunden würde die Überfahrt nach Bodø dauern.
Eigentlich wollte ich etwas schlafen während der Überfahrt doch es kam alles anders.

Kurz nachdem wir die Lofoten hinter uns gelassen haben, zeigte die See sich von ihrer „unschönen“ Seite und hieß uns mit gefühlten 5 Meter hohen Wellen willkommen.
An sich bin ich Seefest, doch hier wurde mir dann doch anders.
Zwar bin ich die raue und manchmal wilde Nordsee gewohnt, so war dies jenseits davon was ich bisher kannte.
Ich war nicht alleine. Viele der Mitreisenden überkam die Seekrankheit und die Masse versammelte sich vor den Toiletten.
Während ich das ganze auf den Stühlen ausharrte zog es Rainer ebenfalls zu den örtlichen.

Was waren wir froh als wir mitten in der Nacht Bodø erreichten.
Von hier aus sollte unsere Reise weiter in Richtung Schweden gehen, aber zuerst suchten wir uns noch einen Schlafplatz ausserhalb der Stadtgrenze.
Hier geschah es dann endlich, wir erreichten einen kleinen Parkplatz, ganz unspektakulär und so unscheinbar das er eigentlich keine Bedeutung hätte, wäre da nicht das besondere Erlebnis gewesen.
Ich stieg aus und wollte mich umsehen ob es möglich wäre einen geeigneten Platz für mein Zelt zu finden, da hörte ich es knappe 10m vor mir im Gebüsch rascheln.
Aufgrund des flauen Windes dachte ich nicht weiter nach und gab ihn keine Beachtung.
Nachdem ich fast alle Stellen des Parkplatzes mit der Taschenlampe untersucht hatte ließ mir das rascheln, welches immer noch in unmittelbarer Nähre vor mir war keine Ruhe und ich schwenke meine Taschenlampe ins Gebüsch und war etwas „geschockt“
Ich ging ganz langsam zurück zum Bus, der sich nur einige Meter hinter mir befand und sagte zu Rainer: „Da stehen drei Elchbullen… RAINER…. DA STEHEN ELCHE !!! “
Ein ironisches: „Ja ja“ erwiderte Rainer.
„RAINER, DA STEHEN ELCHE, gib mir sofort meine Kamera.“
Langsam begriff Rainer das ich ihn keinen Bären aufbinden wollte und reichte mir die Kamera, als er das Auto verließ und sich selber einen Überblick zu verschaffen.
Aufgrund der Finsternis gelangten mir keine scharfen Aufnahmen von den Elchen, denn in der „Hektik“ fand ich leider die Schnellwechselplatte für mein Stativ nicht und musste „Freihand“ fotografieren.
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Eine gute Freundin von mir glaube nicht an Elche, da sie während ihrer Reise in Skandinavien keine gesehen haben.

Hier nun zum Glück der Beweis das es immer noch wild lebende Elche in Skandinavien gibt 🙂

Nach einer kurzen aber doch sehr schönen Nacht machten wir uns am nächsten Morgen auf um nach Schweden zu reisen.
Grobes Ziel war Östersund um dort den bekannten Surströmmings zu kaufen.
Auf den Weg dorthin verbrachten wir eine weitere Nacht in einer kleinen Hütte am Straßenrand.
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Am nächsten Tag erreichten wir Östersund und kaufen den genannten Fisch.

Dann ging es weiter nach Trondheim. Gegen Abend erreicht wir die Stadt und machten es uns in der Nähe an einen kleinen See für die Nacht bequem. Auch hier bot sich die Grillhütte an, um in ihr zu nächtigen. Am nächsten morgen wurde ich dann von einen herrlichen Sonnenaufgang geweckt.
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Nachdem ich mich im See frisch gemacht habe, frühstückten wir und machten uns danach auf ins Zentrum von Trondheim.
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Dort kaufte ich mir nach einen kleinen Aufenthalt noch eine Campinggas Kartusche die wir für unsere nächste Unternehmung benötigten.

Nun ging die Reise weiter und wir erreichten zum Nachmittag hin den bekannten Dovrefjäll Nationalpark. Der Nationalpark ist vor allem bekannt geworden durch die Moschusochsen, die vor knapp 70 Jahren aus Grönland eingeführt worden sind und sich nun frei im Park bewegen.
Geplant war durch den Park zur Reinheimhütte zu wandern und dort eine Nacht zu verbringen und dann am nächsten Tag wieder zurück zum Auto.
In Kongsvoll selber soll man wohl einen Schlüssel für die DNT Hütte bekommen, allerdings behandelte man uns dort sehr forsch und wenig entgegenkommend.
Wir fuhren zur nächsten Möglichkeit und fragten erneut und siehe da, man gab uns viele Informationen und telefoniert für uns extra um uns letztendlich zu sagen wo wir einen Schlüssel bekommen würden.
Als wir den Schlüssel für die Hütte hatten, machten wir uns es an einen der Parkplätze bequem und richteten unser Lager ein.
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Langsam ging der Tag zu Ende und wir konnten dezent den Sonnenuntergang über dem Nationalpark beobachten bevor die Nacht herein bracht.
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Dann, am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zur knapp 15km entfernten Hütte im Dovrefjäll. Rainer und ich redeten und überlegten wie und wo wohl die ersten Ochsen sein würden und ob wir überhaupt welche finden würden.
Nach knapp einer halben Stunde klärten sich unsere Fragen von ganz alleine.
Wir erspähten die ersten Ochsen in gut sichtbarer Entfernung – ein schönes Gefühl.
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Immer weiter machten wir uns auf Richtung Reinheimhütte und konnten immer wieder Ochsen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.
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An einer kleinen Engstelle wurde es dann noch etwas heikel.
Der empfohlene mindest Abstand zu diesen Tieren sollte nicht weniger als 200m betragen, aber auf Grund der Örtlichkeiten verringerte sich der Abstand auf knappe 50m welches uns die Tiere dann auch lautstark mitteilten.
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Sehr beängstigend, noch nie hatte ich ein so kraftvolles und Respekt einflößendes Geräusch von einem Tier gehört.
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Nach zwei kleinen Pausen erreichten wir gegen Nachmittag die Hütte.
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Diese war gut besucht, von 6 Deutschen und 4 Norweger. Sicherlich ist hier im Sommer noch einiges mehr los.

Wir machten unsere Betten und genossen die Ruhe im Fjäll.
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Der nächste Morgen kam früh und wir wanderten zurück zum Auto.
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Das Wetter hatte sich über Nacht „verschlechtert“ und man merkte das der Winter auf den Vormarsch ist.
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Auf dem Rückweg zum Auto konnten wir wieder zahlreiche Ochsen beobachten.
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Gegen Mittag / frühen Nachmittag fuhren wir weiter zu unserem letztem Ziel in Norwegen – Oslo.
Aufgrund der späten Stunde suchten wir erneut nach einen geeigneten Platz zum nächtigen um uns am nächsten Tag mit Rainers hier lebenden Schwester zu treffen.

Drei Tage blieben uns noch in Oslo bevor es endgültig zurück nach Hause gehen sollte.
Wir erkundeten zusammen ein wenig die Stadt und „erholten“ uns in richtigen Betten von unser Reise.
Abends wurden dann die Eindrücke erzählt und leichter Wehmut kam in uns auf da wir wussten das die Reise bald ihr Ende nimmt.
Während Rainer noch einen Tag mit seiner Schwester verbrachte, nahm ich mir mein Fahrrad und fuhr einfach durch die Stadt um auch meine letzten Stunden in völliger Ruhe zu genießen und um zurück zu blicken was wir / ich tolles erlebt habe.
Ich machte es mir bei Sonnenschein auf der Oper bequem oder saß im Hafen von Oslo am Meer.
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Dann kam der letzte Tag.
Wir fuhren mit der Fähre nach Dänemark wo unser letztes kleines Abenteuer auf uns wartete.
Surströmmings.

Eine schwedische Delikatesse die den einen oder anderen schwach werden lässt.
Gegorener Fisch der ein halbes Jahr im Sommer in einem Faß vor sich hin „schimmelt“.
Wir suchten uns nach einer unspektakulären Überfahrt einen Platz und öffneten die Dose.
—Puhhhh— Es stinkt… es stinkt wirklich…
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Aber wir blieben eisern und probierten wagemutig den Fisch und was soll ich sagen?
Man kann, man kann es aber auch nach lassen 🙂
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Wir machten uns leicht gesättigt auf den Weg zurück nach Deutschland.
Auf den Weg dort hin, gratulierte ich Rainer denn es war nach Zwölf und der gute Kerl hat heute Geburtstag.

7500 Kilometer… wir waren zurück.
7500 Kilometer voller Erlebnissen
7500 Kilometer voller schönen Momenten

Eine Reise die ich für immer und ewig in meinen Kopf haben werde.
Erfahrungen, Erlebnisse, Momente und auch kleine Streitigkeiten haben diese Reise geprägt.

Skandinavien, ein Land, unberührte Natur und Erlebnisse die Unvergesslich sind.

Weiter Fotos findet ihr hier:

[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 1
[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 2
[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Part 3
[ Geocaching ] GCNordkap – Mit dem Auto zum Nordkap – Trailer

Greetz

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