[ Geocaching ] #GC500DK – Eine Fahrradtour durch Dänemark – Etappe 5

Moin moin,

nach einer erneut herrlichen Nacht unter den Sternenhimmel von Dänemark erwachten Alex und ich in den frühen Morgenstunden.
Meine Blicke schweifen durch den Morgennebel hinüber zum Tisch an den wir gestern noch unser Abendbrot zu uns genommen haben.
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Begleitet von einem komischen Gefühl ahnte ich das etwas in dieser Nacht passiert ist und nach einer kurzen weile bestätigten sich meine Vermutungen.
In der Nacht wurde ich plötzlich wach nachdem ich das Gefühl hatte beobachtet zu werden. Wie eine Vision oder Traum hatte ich ein klares Bild von etwas das mich mit seinen Augen anstarrt.
Als wäre ich hier fremd und gehöre hier nicht hin.
Ich wurde wie gesagt wach und versuchte zu verstehen. Laute Geräusche wollte ich vermeiden da ich nicht wusste woher mein Gefühl kam.

Ganz langsam drehte ich mich um und hörte plötzlich Geräusche.
Deutliche Laute waren es nicht aber sie waren zu vernehmen.
Als ich mich umgedreht hatte konnte ich leider im Sternenlicht nichts erkennen aber ich wusste das hier gerade irgendwas war.

Durch die Helligkeit am Morgen konnte ich sehen das ich mich nicht getäuscht hatte. Irgendwas war in dieser Nacht in unserem Lager. Nur gute 3 Meter neben mir.
Ein Teil unser Ausrüstung die wir auf den Tisch hatten lag auf den Boden.
Das Lederband welches an meiner Säge gebunden ist war durchtrennt.

Was war geschehen?
War es ein Tier und im welches Tier handelte es sich?

Fragen über Fragen auf die wir wohl nie eine Antwort erhalten werden.
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Nachdem wir alle Sachen wieder eingesammelt haben und eine wirklich kleine Kleinigkeit gegessen hatten fingen wir an unser Lager zu räumen denn wir hatten heute wieder eine lange Tour auf den Zettel.
Zuvor mussten allerdings noch die Geräte geladen werden.
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Erstes Ziel sollte das südlich vom Lager entfernte Blåvand sein.
Unsere Route dorthin führte über durch wundersames Naturschutzgebiete und teilweise auch durch die Truppenübungsplätze des dänischen Heeres.
Aufgrund von den heutigen Übungen mussten wir uns teilweise eine ganze andere Route als am morgen geplant.
Viele Wege wurden gesperrt und mussten weitläufig Umfahren werden.

In Blåvand angekommen suchten wir uns erst einmal einen kleinen Supermarkt um unsere Vorräte ein wenig aufzufüllen. Aufgrund des mageren Frühstück gab es hier erst einmal das „Langschläfer Frühstück“.
Unsere Mägen waren nun ausgiebig gefüllt und wir machten uns auf zum Strand.
Die Westküste Dänemarks ist bekannt für ihre gut erhaltene Bunker aus dem zweiten Weltkrieg die zum klettern, erkunden und auch zum Cachen einladen.

Leider war auch hier einfach zu wenig Zeit um alle Bunker des Atlantikwalls zu erkunden und es ging wieder auf die Fahrräder Richtung Esbjerg.

Die Tour nach Esbjerg sollte sich als Geduldsprobe für uns heraus stellen.
Während wir bisher immer Windstille hatten, hatte sich heute das Blatt gedreht und wir mussten uns mehr oder weniger durch Gegenwind den Weg baren.
Die Strecke verlief über doch sehr abwechslungsreiches Terrain so das wir hin und wieder unsere Fahrräder einige Hügel hinauf schieben mussten.
Dieses zerrte sehr an der Motivation und man kam langsam aber sicher an den Punkt an wo mach sich fragt:“ Warum zur Hölle mache ich das eigentlich, ist all das es überhaupt Wert?“

Nach einer gefühlten Ewigkeit und etliche Höhenmeter erreichten wir den kleinen Vorort Hjerting von Esbjerg.
Kleine Verschnaufpause und weiter sollte unsere Route an der Promenade von Esbjerg verlaufen.

Der Mensch am Meer war nun unser Ziel.
Weit war es nicht und somit konnten wir nach einer kleinen Weile eine weitere Pause einlegen und einen weiteren Cache loggen.
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Ein, zwei Bilder und weiter ging es zum nahelegenden Zentrum von Esbjerg.
Hier schlenderten wir ein wenig durch die Stadt und ließen uns an einen kleinen Park nieder um unsere Mittagspause abzuhalten.

Nun hatten wir es fast geschafft. Etwa ein drittel lang noch vor uns und wir hätten auch diese Etappe geschafft.
Also ging es mal wieder rauf auf das Fahrrad und weiter Richtung Süden.
Grobes Ziel war ein Cache in der Nähe von Ribe da auf diesen Abschnitt von der Tour kein Campingplatz geplant war mussten wir uns vor Ort ein Platz zum nächtigen suchen.

Auf dem Weg dorthin konnten wir schön auf einen Katastrophenweg fahren wie man sie auch an unseren Küsten unterhalb eines Deiches kennt.
Diese Wege führen generell direkt unterhalb eines Deiches auf der Landseite entlang um im Notfall schnell handeln zu können.

Mit erneuten Rückenwind und jeder Menge Motivation düsten wir Richtung Süden. Vorbei an grasende Schafe, an vorbeiziehende Vögel und an kleinen Fischerhütten.

Am Cache und am eigentlichen Ziel angekommen, konnten wir nach einer kleinen Pause sogar noch unsere Wasservorräte auffüllen und mussten zudem noch ein kleines Lämmchen wieder zurück zu seiner Mutter bringen.
Dieses muss durch eine kleine Lücke im Zaun geschlüpft sein und bölckte nach seiner Mutter die auf der andern Seite stand.
Nachdem alle wieder vereint waren und wir wieder startklar waren entschieden wir uns noch weitere 7km zu fahren und beim nächsten Cache zu entscheiden ob wir dort nächtigen da unsere derzeitige Position es kaum zuließ.

Am letzten Cache angekommen richteten wir unser Lager auf denn dieser lag mitten im Wald.
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Unsere Zelten schlugen wir ein wenig verdeckt und zur späteren Stunde auf.
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Nachdem Abendessen gingen wir beide wehmütig in unsere Zelte denn dieses sollte leider schon unsere letzte Nacht in Dänemark werden.
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Fortsetzung folgt…

Hier ist noch unsere Route:

Hier findet ihr noch weitere Bilder:

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 6

Position vom Lager: Google Maps
Artikel vom Berufsgeocacher: GC500DK Dänemark-Tour – 5. Etappe

Greetz

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