[ Expedition ] 6 Tage in Süddänemark

Moin moin,

schon länger stand die Entscheidung fest eine kleine Wintertour zu unternehmen.  es hier in Deutschland aber immer schlecht ist  mit dem Wildcampen entschieden Alex und ich uns mal wieder für Dänemark.

Schon auf vorherigen Touren haben wir dieses Land kennen gelernt und erfreuen uns an den zahlreichen Wildcampingplätzen.

Grobe Plänen wurden ebenfalls schon auf den vorherigen Tours geplant und somit wurden die letzten Monate dazu genutzt sich passendes Equipment zu besorgen.

Ebenfalls haben wir uns wieder entschlossen den Gendarmstien diesmal zu Ende zu wandern.

Gesagt – getan
Am 01.02.2014 startete unsere Tour und wir fuhren mit dem Zug nach Flensburg um von dort aus mit dem Bus weiter nach Gråsten zu reisen.

Hier wollten wir starten wo wir beim letzten mal aufgehört haben.
Die Schutzhütten und der Weg waren uns bekannt und somit besorgten wir noch ein paar Lebensmittel im Supermarkt und machten uns auf ins Lager.

Gegen ca. 15 Uhr erreichten wir die Hütten und bezogen sie.
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Nachdem wir unsere Matten aufgepumpt, die Schlafsäcke ausgerollt waren machten wir uns ans Lagerfeuer.

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Nach ein paar Schlägen mit der Axt ist mir doch glatt der Griff durchgebrochen.
Wie ich das hin bekommen habe ist mir bis heute ein Rästel.

Nachdem ich die Axt Notdürftig mit einer Pflasterrolle aus meinem Erste-Hilfe Kit geflickt habe spaltete ich das restliche Holz und wir entfachten unser erstes Lagerfeuer uns Tour.
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Früh am nächsten morgen wurden wir wach, packten unsere Sachen zusammen und wanderten los.
Ziel war das in ca. 15km entfernte Lager bei Skelde welches wir auch nach ca. 18km gegen späten Nachmittag erreichten.

Und auch hier waren die Abläufe wieder jedem klar.
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Matte aufpumpen, Schlafsack ausrollen und sich ums Lagerfeuer kümmern.

Unsere Rollen sind uns mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen und somit hat jeder seine Aufgaben im Lager.
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Nachdem wieder alles für dich Nacht vorbereitet war machten wir es uns an der Steilküste bequem und tranken Kaffee und aßen später schön unter dem mittlerweile frei gewordenen Nachthimmel.
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Ich nutze diesen Platz um den schönen Sternenhimmel abzufotografieren und um noch eine kleine Timelapse zu erstellen.
Leider stellte sich zu Hause raus das ich die Kamera für die Lapse falsch eingestellt habe und ich leider nur ca. 3sek Videomaterial bekommen habe -_-


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Diese Nacht war besonders schön da wir viele Sternschnuppen am Himmel sehen konnten und sie so schön klar und frisch war.
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Als ich am nächsten morgen erwachte konnte man auch schön die Gefrierungen an / auf unserem Equipment sehen.
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Nach einen schönen Sonnenaufgang und Frühstück in der Morgensonne machte wir uns auf ins Lager Nr. 3
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Dieses lag ca. 20km ( nähe Høruphav ) entfernt.

Entlang an der schönen Steilküste ging es hauptsächlich auf dem Gerdamstien lang.

Wir wussten das wir wieder in einer Schützhütte nächtigen würden und somit machten wir eine größere Pause in Sønderborg. In einen kleinen Einkaufzentrum suchten wir uns beim Bäcker eine schöne Kuchenplatte aus und tranken genüsslich Kaffee.

Spät am Abend erreichten wir unsere Hütte und hatten riesiges Glück.
Wir waren gerade ca. 5min in der Hütte als es angefangen hat zu regnen.

Eins war klar, heute gibt es kein Lagerfeuer.

Aufgrund der 23km zurückgelegten Strecke aßen wir noch etwas und schliefen danach auch recht schnell ein.

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter wieder gebessert. Der Wind war verflogen und nahm die Regenwolken gleich mit und übrig blieben nur vereinzelte Wolken.

Der Blick aus der Hütte war Traumhaft. Direkter Blick auf einen See
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Auf unseren heutigen Plan standen nur knappe 10km und somit ließen wir uns sehr lange Zeit am morgen.
Diese Zeit nutze ich um noch ein kleines Lagerfeuer zu entfachen und uns auf diesen einen „Guten-Morgen-Tee“ zu kochen.
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Gegen Mittag machten wir uns ganz gemütlich auf den Weg in Richtung Augustenborg. Hier lag unser 4tes Lager.
Im Ort selber kaufen wir wieder einige Zutaten für unser Abendessen. Auf der Speisekarte stand heute Stockbrot.

Am Lagerplatz selber waren wieder einmal die üblichen Abläufe klar definiert und so baute jeder seinen eigenen Schlafplatz für sich auf. Einziges was diesmal für mich mit hinzu kam war mein Zelt welches ich zum ersten mal auf dieser Tour nutzte.
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Als alles stand wurde das Feuer entfacht und der Teig zubereitet.
Eine kurze Weile und wir erfreuten uns an unserem Abendessen.
Einfach lecker da mein letztes Stockbrot schon Jahrzehnte zurück liegt.
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Am selben Abend schlugen wir unsere Pläne um und entschieden uns für einen alten Lagerplatz. Regulär war eigentlich geplant wieder nach Gråsten zu wandern. Gründe waren hauptsächlich den knapp 24km die uns dann zu weit waren weil wir am Abend nicht gleich wieder schlafen wollten.
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Also machten wir uns auf ins ca. 8km entfernte Sønderborg um von hier mit dem Bus nach Kollund zu fahren. In Sønderborg selber machten wir noch ein ganz paar kleine Einkäufe und fuhren dann mit dem Bus in unser letztes Lager auf dieser Tour.

Als wir am Nachmittag am Lagerplatz ankamen wurden wir von einer kleinen Kindergartengruppe herzlich in Empfang genommen.
Wir richteten schnell unsere Zelte auf und wurden dann von vielen kleinen Fragen gelöchert wie es denn so auf einer Tour ist, ob man wilde Tiere sichten konnte und und und.

Zwischendurch wollte ich uns noch mit Brennholz versorgen als mir hierbei auch leider noch meine Säge kaputt gegangen ist.

Am Abend selber waren die Kinder weiter gezogen und wir übernahmen das von ihnen errichtete Feuer und machten uns aus den Resten von gestern erneut Stockbrot.
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Zwischendurch zog immer wieder Wehmut auf da wir wussten das diese schöne Tour morgen zu Ende ist.

Und so war es dann auch leider am nächsten morgen.
Wir packten unsere Sachen und machten uns auf dem Heimweg.

Eine Tour die nun nicht so „winterlich“ geworden ist aber dennoch mit eine der schönsten in meinem Leben war.
Wer weiß, vielleicht kommt der Winter ja noch einmal und es wird eine kleine Tour geben 🙂

Lager 1
Lager 2
Lager 3
Lager 4
Lager 5

Hier findet ihr noch weitere Bilder

Greetz

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